Telemedizin

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Eine kurze Einleitung

In der Wissenschaft sind Definitionen unerlässlich um ein bestimmtes Gebiet abzustecken. Eine einheitliche Definition liegt nicht vor. Die European Commission definiert Telemedizin 2000 in ihrem Health Care Telematics Program wie folgt:

„Telemedicine is the rapid access to shared and remote medical expertise by means of telecommunication
and information technologies, no matter where the patient or relevant information is located”

Worum geht es also wenn über Telemedizin gesprochen wird: Für ein weiteres Verständnis soll folgende Definition angeboten werden: Unter Telemedizin versteht man allgemein die Übertragung medizinischer Daten, Bilder und Informationen auf elektronischem Wege über das Internet oder das Intranet. Bei den Dokumenten handelt es sich in der Regel um stehende oder bewegte Bilder zur Befundung sowie weiterer Informationen in elektronischer Form sowie die Erbringung daraus hervorgehender Leistungen ohne den physischen Kontakt zwischen Arzt und Patient: z. B. in der Kardiochirurgie: EKG; Ultraschallbilder, Herzkatheter, Befundbeschreibungen und Laborergebnisse.

Eine umfangreiche Bewertung telemedizinischer Leistungserbringung liegt bisher nicht vor. Was fehlt sind vor allem vergleichende Studien medizinischer Verfahren der Telemedizin um diese konkret messbar zu machen. Besonders die Gefahr das Verfahren implementiert werden die hohe Zusatzkosten verursachen und nur einen geringen Nutzen haben ist sehr hoch. Die Evidenz gegenüber herkömmlichen Verfahren im Rahmen von Kosten-Effektivitätsanalysen sind derzeit nicht bekannt. Die Fortschritte und Umsetzungen der verschiedenen Einsatzgebiete der Telemedizin sind aber sehr unterschiedlich. Bereiche wie Telekonsultation, Telepathologie und vor allem die Teleradiologie in denen es darum geht die Interaktionen verschiedener Interessensgruppen zu koordinieren sind schon sehr weit vorangeschritten. Andere Bereiche wie der Einsatz in der Chirurgie, der Dermatologie (vgl. TELTRA in Bochum), der Diabetes (vgl. z.B. das "teddi "Projekt der AOK in Rheinland Pfalz oder DiaNetCom) und der Kardiochirurgie (eine Medical Service Center für das Ruhrgebiet zur Verarbeitung von EKG - Monitoringsystemen und zur Gerinnungsüberwachung von Patienten im Selbs(t)management) werden derzeit (weiter-) entwickelt.

Themenblöcke:

  1. Telemedizin- Eine allgemeine Einführung
  2. Telemedizin und Prävention / Steigerung der Qualität und Senkung der Kosten, geht das? (Stichworte: Kostensenkungspotentiale, Hausärzte als Gatekeeper, Kompetenzzentren, internationale Studien aus England und Finnland
  3. Lebensqualität / Der Gesundheitsfragebogen SF 36
  4. Krankenhauskommunikation (Stichworte: PACS; RIS; EPA)
  5. ACTIVITY BASED COSTING
  6. E-Health und das Management von Informations- und Kommunikationssystemen im Gesundheitswesen
  7. Telehealth Monitoring
  8. Telemedizinische Aspekte gesundheitlicher Prävention und Rehabilitation bei Herz- und Kreislauferkrankungen

Schwerpunktthemen:

I. Konzepte für den Einsatz von Telemedizin / Tele (-home) care

  • bei Hausärzten
  • bei Fachkliniken und Ärztenetzen
  • bei Fachärzten
  • in der Reha
  • in der Prävention

II. Telemedizin auf dem Weg zur Realisierung

  • TM / DRGs / Wissensmanagement Aktuelle Projekte
  • TM in der Dermatologie
  • TM in der Wundbehandlung
  • TM in der Diabetes TYP2 / DMP
  • TM in der Kardiochirurgie : Case Study: Das EKG in der Telemedizin