Digitalisierungsbarometer-Studie - Gesundheitswirtschaft

Die Digitalisierung durchzieht als Megatrend fast alle Bereiche der Gesellschaft auch die Dienstleistungsbranchen Gesundheit und Pflege. Informations- und Kommunikations-technologien setzen vermehrt Impulse, Gesundheits- und Pflegeleistungen zu unterstützen: z.B. Telemedizin, Monitoring und Medical Apps, digitale Patientenakte, Ambient Assisted Living, ambulante intensivpflegerische Versorgung. Häufig wird die Notwendigkeit der technischen Unterstützung mit dem Fachkräftemangel (Ärzte, Pflegepersonal) begründet.

Das Gesundheitswesen in Deutschland durchlebt derzeit die Transformation hin zu digitalen Prozessen. Die Zeichen stehen auf Veränderung. Doch wie sieht die Zukunft aus? Wird alles digitalisiert was digitalisiert werden kann? Ist diese neue technologische Innovation wirklich notwendig?

Nach einer aktuellen Untersuchung des Handelsblatt (22.06.2016) unter mehr als 60 Meinungsführern sind sich die Experten weitgehend einig, dass die Gesundheitsbranche im Vergleich zu anderen Industrien noch einiges aufzuholen hat: 73 Prozent der Befragten finden, dass die Branche in puncto Digitalisierung erst wenig erreicht hat und anderen Industrien hinterherhinkt.

Die Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft, 20.08.2016) spricht im Zusammenhang der Diagnose und Behandlung von Krankheiten vom „homo electronicus“ und fragt: werden wir demnächst beim Arzt zunächst eine Datenschutzerklärung vor der Behandlung unterzeichnen müssen?

Das Forschungsinteresse besteht darin zu erfahren, wie sehr Digitalisierung die Arbeitsorganisation und Prozesse in der Gesundheitswirtschaft sowie die damit verbundenen Kompetenzanforderungen und die Ausrichtung der Berufe und Tätigkeiten beeinflussen wird, wie die Mitarbeiter für künftige Aufgaben geschult werden können und welche Technologien das potenzial haben sich durchzusetzen.

Darüber hinaus sollen länderspezifische Trendaussagen aufzeigen, wo die einzelnen Länder im Vergleich stehen.

Der Methodenmix aus qualitativer und quantitativer Expertenbefragung erfolgt um deduktiv Hypothesen abzuleiten die im Forschungsprozess überprüft werden. Hierzu erfolgen eine Operationalisierung und die Bildung von messbaren Indikatoren. Die Auswertung der Daten erfolgt über statistische Verfahren Die Prüfung des Erkenntnisgewinns erfolgt über Signifikanzprüfungen. Die Erkenntnisse werden abschließend wieder auf das theoretische Modell bezogen. In einem Forschungsbericht „Digitalisierungsbarometerstudie“ werden mögliche Entwicklungspfade und Zukunftsszenarien erfasst. Die Befragung ist nicht repräsentativ sondern explorativ angelegt.

Der quantitative Teil der Befragung (Digitalisierungsbarometerstudie) wird in Deutschland, Niederlande, Dänemark und Honkong unterstützt durch Lehrforschungsprojekte umgesetzt. Partner: Syddansk Universitet/University of Southern Denmark; University of Hongkong; AMC (Technology) University of Amsterdam, Hamburger Fern-Hochschule.

Koordination: Management4health info@management4health.eu

Mehr dazu unter www.digitalisierungsbarometer.de

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