Gerinnungsmanagement und Thrombosedienst

Telematisch unterstütztes Assistenzsystem zur Dokumentation von Gesundheitsdaten von Patienten mit Gerinnungsstörungen mittels modernster Mikrosystem - Technologie

Patienten mit oraler Antikoagulation werden in Deutschland in der Regel in nicht spezialisierten ärztlichen Praxen als Routinemanagement dezentral kontrolliert. Die Behandlung mit Vitamin K Antagonisten stellt an den behandelnden Arzt und die betroffenen Patienten hohe Anforderungen.

Wenn die Gerinnungshemmung exakt im therapeutischen Zielbereich eingestellt und kontrolliert wird, können Komplikationen so gering wie möglich gehalten werden. Bei Überschreiten des therapeutischen Bereiches (INR > 4,5) ist das Blutungsrisiko erhöht, bei Unterschreiten des therapeutischen Bereiches (INR < 2)  ist häufig der gewünschte gerinnungshemmende Effekt nicht mehr gegeben. Dennoch werden häufig Patienten mit der Angabe eines reagenz-unabhängigen Quickwert zwischen 25- 30 % geführt und unterschreiten so in den meisten Fällen den gewünschten INR- Bereich > 2  erheblich.

Seit vielen Jahren sind tragbare Koagulometer zur simplen und verlässlichen Bestimmung der INR verfügbar. Das Patienten-Selbstmanagement der oralen Antikoagulation mittels kapillarer Blutprobe und selbständiger Dosistitration wird seit mehr als 10 Jahren in Deutschland von Patienten mit thromboembolischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems durchgeführt. 

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit der Forschungsergebnisse:

  • Patientenindividueller Dosistitration,
  • Frühes Erkennen von  Komplikationen der oralen Antikoagulation
  • Steigerung der Lebensqualität